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31. Juli 2015
von wildcard
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Wann wird Esports olympisch?

Esports unter­hält schon heute ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum. Doch beson­ders in Deutsch­land wird dar­über gestrit­ten, ob es sich dabei um eine „ech­ten“ Sport han­delt. Wir sind jetzt schon der Mei­nung, dass Esports den eta­blier­ten Sport­ar­ten in nichts nach­ste­hen. Dem­ent­spre­chend freuen wir uns jetzt schon auf die ers­ten Lea­gue of Legends– und Coun­ter Strike-Wettbewerbe bei den olym­pi­schen Spielen.



31. Juli 2015
von wildcard
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Die Zukunft des Esports

© Helena Kristiansson/ESL

© Helena Kristiansson/ESL

Der Esports erfreut sich einer gro­ßen Anhän­ger­schaft. Pro­fes­sio­nelle Spie­ler ver­die­nen ihr Geld mit einer Tätig­keit, die für die Andere nur ein gelieb­tes Hobby ist. Eine ganze Indus­trie hat sich ent­wi­ckelt, die auf die Bedürf­nisse der Esport­ler und Fans zuge­schnit­ten ist. Mit Spie­len wie Lea­gue of Legends, Hearths­tone, DotA 2 und CS:GO wer­den Spiele-Wettbewerbe in rie­si­gen Sta­dien aus­ge­tra­gen. Zehn­tau­sende Besu­cher sam­meln sich in den Sta­dien, um Mann­schaf­ten wie Fna­tic, SK Gaming und vie­len andern beim pro­fes­sio­nel­len Spie­len zuzu­schauen. Doch die öffent­li­che Wahr­neh­mung in Deutsch­land ist nicht durch­weg posi­tiv. Com­pu­ter­spiele wer­den nur lang­sam von der brei­ten Masse akzep­tiert, dass das Spie­len am PC ein Sport sein kann, ist für Viele noch unvor­stell­bar. Was das Beson­dere am Esport aus­macht und wie viel­schich­tig er ist, erläu­tern wir im fol­gen­den Artikel.

 

Dis­zi­pli­nen des Esports

Wie auch in den eta­blier­ten Sport­ar­ten kennt der Esports ver­schie­dene Dis­zi­pli­nen. Die First Per­son Shoo­ter (FPS) sind seit Jah­ren ein belieb­tes Genre auf dem PC und auf Kon­so­len. Der pro­fes­sio­nelle Esport­ler geht diese Spiele jedoch anders an, als der Heim­nut­zer. Beson­ders bekannt ist Counter-Strike, der 1999 als Modi­fi­ka­tion von Half-Life ver­öf­fent­lichte Online-Taktik-Shooter. In sei­ner aktu­el­len Ite­ra­tion Counter-Strike: Glo­bal Offen­sive (CS: GO) wird er auf gro­ßen Esports­tur­nie­ren gespielt. In CS: GO tre­ten zwei Teams gegen­ein­an­der an, eines über­nimmt die Rolle von Ter­ro­ris­ten, die ande­ren sind eine Antiterroreinheit.

 

 

Bei der soge­nann­ten RTS (Real-Time Stra­tegy, zu Deutsch Echtzeit-Strategie) han­delt es sich um ein Computerspiel-Genre, das in den 1990ern große Popu­la­ri­tät genoss. Zuvor waren run­den­ba­sierte Stra­te­gie­spiele ver­brei­tet, RTS brachte mehr Geschwin­dig­keit ins Spiel. Hier müs­sen Res­sour­cen– und Trup­pen­ma­nage­ment gleich­zei­tig erfol­gen. Im Esports ist Star­Craft II der bekann­teste Ver­tre­ter die­ses Gen­res. Es wer­den welt­weit regel­mä­ßig große Star­craft II-Turniere abgehalten.

 

 

Das Genre Mul­ti­player Online Battle Arena (MOBA) hat sich wie­derum aus der Echt­zeitstra­te­gie her­aus ent­wi­ckelt. Seine Anfänge nahm es mit Defense of the Anci­ents (DotA), einer Modi­fi­ka­tion für das Echtzeit-Strategiespiel War­craft 3 im Jahr 2003. Seit­dem haben sich MOBAs zum belieb­tes­ten Genre im Esports und in der Video­spiel­szene über­haupt entwickelt.

 

 

Lea­gue of Legends und die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Esports

MOBA-Spiele wie Lea­gue of Legends (LOL) und DotA 2 wer­den gezielt in Rich­tung Wett­kamp­taug­lich­keit ent­wi­ckelt. LOL hat 67 Mil­lio­nen aktive Spie­ler. Die Welt­bes­ten spie­len in von dem Ent­wick­ler Riot Games initi­ier­ten, pro­fes­sio­nel­len Ligen. Hier wird wie beim Fuß­ball in Sai­sons gespielt, in Rele­ga­tion gegan­gen und um einen Platz in der Welt­meis­ters­haft gekämpft. Die Mann­schaf­ten erhal­ten Spon­so­ring und betrei­ben Esports nicht als Hobby, son­dern als Beruf. Doch wer­den nicht nur pro­fes­sio­nelle Spie­ler von die­sen Titeln ange­zo­gen, son­dern auch Scha­ren von Fans. Die Tur­niere sind welt­weit in der Regel inner­halb weni­ger Minu­ten aus­ver­kauft. Für die Fans sind Esports die Zukunft des Spie­lens und die Zukunft des Sports.

 

 

Folgt die Aner­ken­nung durch natio­nale Sportverbände?

Der Deut­sche Olym­pi­sche Sport­bund stuft Esports nicht als Sport ein. Dem Esports fehle, wie auch dem Denk­sport, die eigen­mo­to­ri­sche Leis­tung. Aller­dings exis­tiert kein ein­deu­tig defi­nier­ter Sport­be­griff und Esports weist ver­schie­dene Eigen­schaf­ten auf, die all­ge­mein mit Sport asso­zi­iert wer­den, wie eigene Regel­werke oder unter­schied­li­che Dis­zi­pli­nen. In Tei­len Asi­ens sowie in Bra­si­lien und Bul­ga­rien wird Esports bereits als Sport­art aner­kannt. In mehr als 60 Natio­nen wird er bereits durch eta­blierte Sport­ver­bände geför­dert. Doch für die Spie­ler selbst sind sol­che Kate­go­ri­sie­run­gen von außen zweit­ran­gig, für sie gehört Esports in all sei­nen Facet­ten so selbst­ver­ständ­lich zu den „ech­ten“ Sport­ar­ten, wie Fuß­ball, Leicht­ath­le­tik oder Curling.

 

 

Esports: Von der Nische zum Breitensport

Unab­hän­gig davon, ob Esports von Ver­bän­den oder Medien als „ech­ter“ Sport aner­kannt wird, ein immen­ser Publi­kums­er­folg ist ihm jetzt schon beschie­den. Allein der offi­zi­elle LOL-YouTube-Kanal zählt knapp sie­ben Mil­lio­nen Abon­nen­ten. In Esports-affinen Län­dern wie Süd­ko­rea hat sich ein gan­zer Indus­trie­zweig um den elek­tro­ni­schen Sport ent­wi­ckelt, in dem zahl­rei­che Arbeit­neh­mer beschäf­tigt sind. In inter­na­tio­na­len Tur­nie­ren wer­den inzwi­schen Gesamt­preis­gel­der in zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­höhe aus­ge­schüt­tet. Doch auch im ten­den­zi­ell Esports-skeptischen Deutsch­land ist der Erfolg immens: So wird das Finale der Lea­gue of Legends 2015 World Cham­pi­onships in die­sem Jahr in der Mercedes-Benz Arena in Ber­lin statt­fin­den, die über 17.000 Plätze ver­fügt. Und selbst das tra­di­ti­ons­rei­che Sport­ma­ga­zin Kicker bie­tet inzwi­schen eine dem Esports gewid­mete, digi­tale Ausgabe.

 

 

Die end­gül­tige Eta­blie­rung des Esports

Ob und wann sich der Esports welt­weit als eigen­stän­dige Sport­art eta­bliert, ist nicht abzu­se­hen. Pro­gres­sive und tech­ni­schen Din­gen zuge­tane Län­der berei­ten ihm heute schon eine große Bühne, die Begeis­te­rung der Spie­ler und Mil­lio­nen Fans welt­weit sind ihm sicher. Com­pu­ter– und Video­spiele sind längst ein Mas­sen­phä­no­men, die Her­aus­bil­dung eines kom­pe­ti­ti­ven, pro­fes­sio­nel­len Zwei­ges war nur eine Frage der Zeit. Wann man hier­zu­lande die Zei­chen der­sel­ben erkennt und dem Esports mehr Auf­merk­sam­keit wid­met und ihn voll­ends aner­kennt, bleibt abzu­war­ten. Abseits davon sind sich Esport­ler und Zuschauer schon einig, dass ihr Sport ernst zu neh­men ist. Die stän­dig wach­sende Zahl an Berufs­spie­lern, Tur­nie­ren und nicht zuletzt auch zah­len­den Gäs­ten bei die­sen Ver­an­stal­tun­gen spre­chen eine deut­li­che Spra­che: Der Esports hat sich eta­bliert, jetzt ist es an den Ver­bän­den und der Poli­tik, sich mit die­ser Rea­li­tät aus­ein­an­der­zu­set­zen und sich ihm mit dem Maß an Ernst­haf­tig­keit zu wid­men, das er ver­dient hat.



29. Juli 2015
von wildcard
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Monatsrückblick – Juli 2015

In der Welt der Kom­mu­ni­ka­tion pas­siert täg­lich so viel, dass es nicht immer leicht fällt, den Über­blick zu behal­ten. Um euch eine kleine Über­sicht wich­ti­ger Ereig­nisse zu geben, folgt an die­ser Stelle unsere monat­li­che Rückschau.

Gru­ner + Jahr wird 50!

 Der Ver­lag Gru­ner + Jahr fei­erte am 29.06.2015 sein 50. Jubi­läum. Auch wenn das Jubi­läum bereits im Juni statt­fand und es fast nicht in den Monats­rück­blick geschafft hätte– für den gro­ßen Ver­lag aus Ham­burg machen wir dabei gerne eine Aus­nahme. Gru­ner + Jahr hat den Wan­del der Medi­en­bran­che haut­nah mit­er­lebt. Der Ver­lag blickt in eine ertrag­rei­che Zukunft und will nach eige­nen Anga­ben sein digi­ta­les Ange­bot aus­bauen sowie auf neue Titel set­zen. Bei der Geburts­tags­feier in Ham­burg gab es Erd­beer­ku­chen und Cham­pa­gner – so wie bei sei­ner Grün­dung vor 50 Jah­ren. wild­card gra­tu­liert recht herzlich!

© Gruner + Jahr

© Gru­ner + Jahr

YouTuber LeFloid inter­viewt Angela Merkel

Der YouTuber LeFloid machte in die­sem Monat Schlag­zei­len, weil er als ers­ter YouTuber Angela Mer­kel inter­viewte. Unter dem Hash­tag #Netz­fragtMer­kel sam­melte er Fra­gen, die er der Kanz­le­rin im 30-minütigen Inter­view stellte. Nach der Aus­strah­lung hagelte es vor allem Kri­tik von Sei­ten vie­ler Jour­na­lis­ten, die LeFloid’s Rolle in dem Inter­view hin­ter­frag­ten. Wurde er zum Werk­zeug der Kanz­le­rin? Sollte man sein Inter­view unter jour­na­lis­ti­schen Stan­dards betrach­ten? Popu­lär war das Video trotz­dem (oder gerade des­we­gen). Mehr als 3,3 Mil­lio­nen Views auf YouTube und über eine 1,5 Mio. Zuschauer auf ARD. Ob er das mit sei­ner nun ange­kün­dig­ten Videospiel-Sendung für den SWR noch wird über­tref­fen können?

Nin­ten­dos Satoru Iwata ist gestorben

Eine trau­rige Nach­richt erreichte die­sen Monat welt­weit Mil­lio­nen Videospiel-Fans. Satoru Iwata, der Prä­si­dent von Nin­tendo ver­starb am 11. Juni mit nur 55 Jah­ren an Krebs. Iwata über­nahm die Lei­tung von Nin­tendo 2002 und war davor unter ande­rem für das Ent­wick­ler­stu­dio HAL Labo­ratory tätig. Er betei­ligte sich zum Bei­spiel an der Schöp­fung von Nintendo-Held Kirby und den Poké­mon. Der größte Erfolg in sei­ner Lauf­bahn bei Nin­tendo war ver­mut­lich die Nin­tendo Wii, die sich über 100 Mil­lio­nen Mal ver­kaufte. In die­sem Monat haben wir Iwata mit einem ganz beson­de­ren Comic geehrt.

Doping-Kontrollen für E-Sportler

 

E-Sports ver­zeich­nen in den letz­ten Jah­ren einen Bedeu­tungs­zu­wachs und erfreuen sich gro­ßer Beliebt­heit. Jetzt zie­hen sie auch in einem ande­ren Bereich mit den eta­blier­ten Sport­ar­ten gleich: Die Videospiel-Liga ESL lässt künf­tig pro­fes­sio­nelle Spie­ler auf Doping­mit­tel tes­ten. In Koope­ra­tion mit der Natio­na­len Anti-Doping-Agentur wer­den bei der Köl­ner ESL One im August erst­mals Coun­ter Strike-Spieler Haut­tests unter­zo­gen. Die ESL rea­giert damit auf Vor­würfe, in E-Sports-Wettbewerben sei der Miss­brauch von kon­zen­tra­ti­ons­stei­gern­den Medi­ka­men­ten ver­brei­tet. So hatte das Inter­view eines Coun­ter Strike-Spielers für Auf­se­hen gesorgt, in dem die­ser Angab, er und seine Team­mit­glie­der hät­ten zur Kon­zen­tra­ti­ons­stei­ge­rung Adde­ral benutzt. Die­ses Medi­ka­ment wird eigent­lich zur Behand­lung von ADHS-Symptomen ein­ge­setzt. Wie die Lage in ande­ren Berei­chen des E-Sports ist, kann nur ver­mu­tet wer­den. Die ESL tut gut daran jetzt ein­zu­grei­fen und regel­mä­ßige Doping-Kontrollen ein­zu­füh­ren, damit der Sport kei­nen wei­te­ren Scha­den nimmt. Wir wol­len auch in Zukunft span­nende Matches sehen, wie die EPS Finals 2014.

Und auf dem wildcard-Blog?

 

Wie jeden Monat gab es auch bei uns eine Menge inter­es­san­ter Texte und Com­mu­ni­car­toons. So befass­ten wir uns in Text- und Bild­form mit dem Begriff der Digi­ta­len Demenz und der Frage, ob die stän­dige Ver­füg­bar­keit des Inter­nets einen nega­ti­ven Ein­fluss auf unsere Gehirn­funk­tio­nen hat. Wir wag­ten einen Blick in die tech­ni­sche Zukunft von Gaming und nah­men die popu­lä­ren VR-Brillen unter die Lupe. In unse­rem dazu pas­sen­dem Comic ging es dabei um die Viel­zahl der Bril­len und die Frage, wie man die­sen Trend über­haupt für die Mas­sen zugän­gig machen könnte. Seit ges­tern ist Win­dows 10 zum Down­load ver­füg­bar – für schnelle Nut­zer sogar kos­ten­los! Wir haben das Betriebs­sys­tem von Micro­soft mit all sei­nen Neue­run­gen bespro­chen. Dane­ben freuen wir uns, im Juli einen neuen Teil unse­rer Interview-Serie „Blog­ger und Ent­schei­der im Inter­view“ ver­öf­fent­li­chen zu kön­nen. Die­ses Mal mit San­dra Wie­de­mann von dem Fami­li­en­ma­ga­zin Kleine Fami­li­en­welt.



24. Juli 2015
von wildcard
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Wie wird Virtual Reality massentauglich? — Communicartoon #174

Vir­tual Rea­lity war lange Zeit kein Thema im Consumer-Bereich. Jetzt drän­gen zahl­rei­che Anbie­ter mit neuen Head­sets auf den Markt. Ocu­lus Rift brachte das Thema wie­der in die Medien, die Kon­kur­renz hat schnell nach­ge­zo­gen. Nächs­tes Jahr sol­len u.a. „Mor­pheus“ von Sony, „Vive“ von HTC und Valve sowie „Holo­lens“ von Micro­soft ver­öf­fent­licht wer­den. Wird Vir­tual Rea­lity nun mas­sen­taug­lich oder bleibt sie ein Nischen­pro­dukt für Tech-Enthusiasten?



24. Juli 2015
von Ira Reckenthäler
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Blogger und Entscheider im Interview: Teil 28 – Sandra Wiedemann / Kleine Familienwelt

Unsere Se­rie Blog­ger und Ent­schei­der im Inter­view geht in die nächste Runde: Seit Anfang 2014 stel­len wir Blog­gern und Unter­neh­mens­spre­chern Fra­gen rund um das Thema Blog­ger Rela­ti­ons. Nach und nach erge­ben die Ant­wor­ten bei­der Sei­ten wich­tige Erkennt­nisse, wie Blog­ger und Unter­neh­men näher zusam­men­rü­cken kön­nen. Ziel unse­rer Serie ist es, einen Sta­tus Quo in Sachen Blog­ger Rela­ti­ons auch im Jahr 2015 festzuhalten.

„Blog­ger“ ist als Platz­hal­ter zu ver­ste­hen – natür­lich kön­nen Influ­en­cer ver­schie­de­ner Platt­for­men gemeint sein (Blog­ger, Vlog­ger, Ins­ta­gra­mer, Twit­te­rati, Pin­te­res­ter etc.).

Wei­ter unten fin­det Ihr auch die vor­he­ri­gen Inter­views aufgelistet.

Vor­schläge für Gast­au­to­ren neh­men wir gerne ent­ge­gen, unter welcome@wildcard-communications.de

In Teil 28 im Inter­view: San­dra Wide­mann von Kleine Fami­li­en­welt.

Viel Spaß beim Lesen.

1. Wer­den Sie von Unter­neh­men regel­mä­ßig im Rah­men von Blog­ger Rela­ti­ons angesprochen?

Ich blogge seit Ende 2012 und war anfangs völ­lig unwis­send, wel­che Mög­lich­kei­ten sich durch die­ses „Hobby“ eigent­lich erge­ben. Wenn ich daran denke, dass ich als klas­si­scher Pro­dukt­test­blog begon­nen habe und mich über ein Päck­chen Corn­fla­kes oder viel­leicht sogar zwei (!) gefreut habe, einen Arti­kel inkl. Bil­der für das Pro­dukt bzw. das Unter­neh­men dafür erstellt habe — mit dau­er­haf­ter Ver­lin­kung und ohne den Ver­merk „gespon­sert“, dann kommt mir das heute völ­lig absurd vor.

Mir wurde schnell klar, dass hier der Auf­wand in kei­nem Ver­hält­nis zur Ver­gü­tung steht und ich mich so auf­stel­len muss, dass ich (in mei­nem Fall) das Thema Fami­lie abde­cke, ohne zu viel von mir preis­ge­ben zu müs­sen. So wurde mit der Zeit aus Meine Test­fa­mi­lie das Fami­li­en­ma­ga­zin Kleine Fami­li­en­welt.

Seit die­ser Umstel­lung kom­men regel­mä­ßig Unter­neh­men oder Agen­tu­ren auf mich zu um mit mir zusam­men zu arbeiten.

Mitt­ler­weile habe ich eine Auf­stel­lung von Angebots-Artikeln zu fest defi­nier­ten Prei­sen. Trotz­dem wird jeder Auf­trag indi­vi­du­ell und mit viel Herz­blut umge­setzt. Hoch­wer­tige Bil­der und Texte sind mir sehr wichtig.

Ich habe kein Pro­blem damit, Koope­ra­tio­nen abzu­leh­nen, die aus mei­ner Sicht nicht zu mir passen.

2. Wel­che per­sön­li­chen Erfah­rungs­werte gibt es im Umgang und der Zusam­men­ar­beit mit Unternehmen?

Ganz ehr­lich, bis jetzt habe ich noch nie schlechte Erfah­run­gen gemacht. Zu vie­len Agen­tu­ren und Ansprech­part­nern habe ich schon lange einen guten Kon­takt und freue mich immer wie­der über neue, inter­es­sante Auf­träge oder Ein­la­dun­gen zu Blogger-Events!

3. Was ist der größte Feh­ler von Unter­neh­men im Umgang und Dia­log mit Bloggern?

Lei­der bekomme ich täg­lich auch Emails wie diese: „Liebe Blog­ger… pos­tet einen schö­nen Arti­keln mit min­des­tenst 400 Wör­tern und teilt die­sen auf Euren… Unter allen Blog­bei­trä­gen ver­lo­sen wir einen 10-Euro-Gutschein!“

Wow! Was soll man dazu sagen? Ein­ma­lige Chance? Nein, im Ernst, sol­che Mails lan­den bei mir sofort im Papier­korb. Ich finde das gera­dezu respekt­los. Das Schlimmste ist aber, dass trotz­dem ganz viele Blog­ger bei sol­chen Aktio­nen mit­ma­chen und solange das so ist, wird sich hier auch nichts ändern.

Nicht ver­ges­sen darf man bei die­ser Art von „Koope­ra­tion“, dass das Unter­neh­men kei­nen Ein­fluß dar­auf neh­men kann, wo diese Arti­kel mit Ver­lin­kung letzt­lich erschei­nen. Da gibt es teil­weise Sei­ten im Netz, die sind tech­nisch so schlecht gemacht, dass sie aus SEO-Sicht über­haupt keine Rele­vanz haben…

4. Wenn Sie Unter­neh­mens­ver­tre­ter wären: Was wür­den Sie tun, um die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Blog­gern und Unter­neh­men wei­ter zu stärken?

Schwie­rige Frage. Abge­se­hen von einer ange­mes­se­nen Ver­gü­tung auf der einen Seite und einer zuver­läs­si­gen und hoch­wer­ti­gen Arbeit auf Blog­ger­seite, fällt mir fol­gen­des ein:

  • Per­sön­li­chen Kon­takt von Zeit zu Zeit zu ermög­li­chen. Das kann im Rah­men von Blogger-Events sein, aber auch direkt mit der Agen­tur. Viel­leicht mal ein Arbeits­früh­stück mit anschlie­ßen­dem Vor­trag oder so.
  • Sehr gerne mag ich auch News­let­ter für Blog­ger. Ver­lage bie­ten das oft an. So weiß man sofort, was es Neues gibt und kann meis­ten schon Rezen­si­ons­ex­em­plare reservieren.

5. Der größte Segen der Ein­bin­dung von Blog­ger Rela­ti­ons in die Kom­mu­ni­ka­tion ist mei­ner Mei­nung nach…

die Mög­lich­keit für das Unter­neh­men sich direkt und auf kur­zem Weg mit der Ziel­gruppe auszutauschen.

6. Der größte Fluch der Ein­bin­dung von Blog­ger Rela­ti­ons in die Kom­mu­ni­ka­tion ist mei­ner Mei­nung nach…

…zu jedem Zeit­punkt sowohl den Lesern als auch dem Unter­neh­men gefal­len zu wol­len… Ich bin davon über­zeugt, dass uns das Alle betrifft, wenn auch nur unter­be­wusst!

7. Was hal­ten Sie für die größte Errun­gen­schaft der Blog­ger? Was haben Blogs in Ihren Augen erreicht?

Unter­neh­men sind heute fast schon gezwun­gen, sich der Öffent­lich­keit zu stel­len. Sei es auf­grund der Social Media-Kanäle oder eben auf­grund von Blog­gern. Durch Blog­ger wer­den Mar­ken greif­ba­rer. Man iden­ti­fi­ziert sich oft schon vor dem Kauf mit einem Unter­neh­men. Kun­den­bin­dung schon vor dem Kauf? Genial — oder?

Die größte Errun­gen­schaft für Blog­ger ist, dass man es mit viel Dis­zi­plin und Enga­ge­ment wirk­lich schaf­fen kann davon zu leben. Prak­tisch ein neues Berufs­bild — viel­leicht bilde ich ja in Zukunft ein­fach mal Blog­ger aus 😉

Ich habe mich zum Bei­spiel gerade selb­stän­dig gemacht. Meine Agen­tur heißt Kind5 — Kom­mu­ni­ka­tion und Internet.

8. Wo sehen Sie die Blo­go­sphäre in Bezug auf Reich­weite und Ein­fluss in 1–3 Jah­ren in Deutschland?

Ich könnte mir vor­stel­len, dass lang­fris­tig nur die hoch­wer­ti­gen Blogs „über­le­ben“. Wei­ter denke ich, dass die Rich­tung der Blogs sich immer mehr in Rich­tung Pri­va­tes Online-Magazin ent­wi­ckeln wird. Grund­sätz­lich denke ich, dass die Blo­go­sphäre noch Wachs­tums­po­ten­tial hat, vor allem im Bereich der kom­men­den „Bestagers“.

9. Was möch­ten Sie Unter­neh­mens­ver­tre­tern gerne mit auf den Weg geben?

Eigent­lich das, was ich von allen Men­schen erwarte:

Ein fai­res und offe­nes Mit­ein­an­der, sowie eine Kom­mu­ni­ka­tion auf Augenhöhe!